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Allgemeines
Der Zweckverband Wasser und Abwasser Orla betreibt zur
Sicherstellung einer umweltgerechten Abwasserbeseitigung im Verbandsgebiet
folgende Anlagen:
| 18 |
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Kläranlagen |
| 248 |
km |
Kanalnetz |
| 18 |
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Regenüberlaufbecken
& Stauraumkanäle |
| 5 |
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Regenrückhaltebecken |
| 15 |
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Abwasserpumpwerke |
Die meisten Haushalte und das Gros der
Industriegebiete im Verbandsgebiet sind an zentrale Kläranlagen
angeschlossen. Neben Pößneck
gibt es auch in Neustadt an der Orla und Triptis neue moderne Kläranlagen. Das Abwasser der Burgstadt Ranis
wird seit 2001 in einer neuen Anlage aufbereitet, sodass das Abwasser
aller vier Städte unseres Verbandsgebietes entsprechend dem Stand der
Technik aufbereitet wird.
Anschlussgrad per 31.12.2010 (nach Einwohnern)
|
-
zentrale Kläranlagen |
66,4 % |
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-
Teilortskanalisationen |
25,1 % |
|
-
Kleineinleiter |
8,5 % |
Die
gegenwärtig noch nicht an zentrale
Abwasserbehandlungsanlagen angeschlossenen Haushaltungen befinden sich
überwiegend im ländlichen Raum südlich und nördlich der Orlasenke.
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Die
Kanalisation ist kein Müllschlucker
Zigarettenkippen, Wattestäbchen, Windeln, Binden,
Kondome und Katzenstreu gehören nicht in die Toilette sondern in den Mülleimer. Solche
Abfälle behindern den Abfluss im Kanal und führen zu Verstopfungen.
Speisereste haben hier ebenfalls nichts zu suchen - sie erhöhen den Nährstoffgehalt und damit den
Reinigungsaufwand auf der Kläranlage ganz erheblich. Außerdem werden Ratten angelockt. Das gilt
natürlich ganz besonders für Rückstände aus Hausschlachtungen, die in unserer Gegend noch regelmäßig
stattfinden.
Selbstverständlich ist, dass in die Kanalisation keine feuergefährlichen und
explosionsfähigen
Flüssigkeiten wie Treibstoffe eingeleitet werden dürfen. Solche Einleitungen können beispielsweise
im Zusammenhang von Verkehrsunfällen und Leckagen an Öltanks auftreten - in diesen Fällen ist unser
Verband umgehend zu informieren, damit unsererseits sofort notwendige Schutzvorkehrungen getroffen
werden können.
Die Qualität des eingeleiteten Rohabwassers aus den Haushaltungen hat sich seit 1990 in einigen
Punkten geändert: Moderne Waschmittel sind heute phosphatfrei, so dass es an dieser Stelle nicht
mehr zu den DDR-typischen Aufkonzentrationen kommt. Verschlechtert hat sich die Situation
beispielhaft auf zwei anderen Feldern: So spielt die Einleitung von Medikamentenresten heute
eine wesentlich größere (und gefährlichere) Rolle, ein gänzlich neues Problem stellt die Einleitung
von Abwässern aus der Fassadenreinigung dar.
Ein Liter Öl macht eine Million Liter Wasser ungenießbar. Deshalb müssen Motoröle und auch alte
Speiseöle und -fette bei den einschlägigen Sammelstellen abgegeben werden. Mineralölverkaufsstellen
sind laut Altölverordung zur kostenfreien Entgegennahme von Altöl verpflichtet. Farbreste,
Lösungsmittel u.ä. können ebenfalls kostenfrei zum Abfallbehandlungszentrum Wiewärthe in Pößneck
oder zum Schadstoffmobil des ZASO gebracht werden.
Wer unerlaubte Stoffe in die Kanalisation einleitet, ist mit dem Druck auf die Spülung zwar
seine "Probleme" los, belastet jedoch das Kanalnetz und gefährdet neben der Kläranlage auch
unsere Gewässer. Gefährliche Inhaltsstoffe lösen sich bei der
Abwasserbehandlung nicht in Luft
auf - neben der Gefährdung der Ablaufwerte kann es zu einer Anreicherung im Klärschlamm kommen,
der dann ebenfalls nicht mehr den gesetzlichen Anforderungen standhält. All das führt schließlich
zu höheren Kosten bei der Abwasserentsorgung.
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