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Was ist bei der Vorbereitung
eines Trinkwasserhausanschlusses zu beachten?
Bauseitig sollte eine geeignete Übergabestelle für das Trinkwasser
– möglichst ein Hausanschlussraum für
alle Anschlüsse nach DIN 8012 – zur Verfügung gestellt werden. Diese
Übergabestelle muss frostfrei,
trocken, begehbar und für unsere Mitarbeiter zugänglich sein. Sie
sollte möglichst nahe der
straßenwärtig gelegenen Hauswand liegen, damit die
Hausanschlussleitung für den
Kunden kostengünstig erstellt werden kann.
Wer beantragt einen
Trinkwasserhausanschluss?
Der Trinkwasserhausanschluss wird vom Bauherrn bzw. dem
Grundstückseigentümer beantragt. Die dafür
vorgesehenen Auftragsformulare sind im Zweckband Wasser und Abwasser
Orla (ZV W/A Orla), Im
Tümpfel 3, 07381 Pößneck erhältlich und werden auf Wunsch auch
versandt. Dem Antrag sind in
der Regel ein amtlicher Lageplan sowie ein Keller- und
Untergeschossgrundriss mit den gewünschten
Leitungsführungen beizufügen.
Bitte bedenken Sie, dass die Herstellung und Inbetriebnahme des
Anschlusses auch von örtlichen Gegebenheit
abhängt. Mit unterschiedlichen Ausführungszeiten ist daher zu rechnen.
Ersparen Sie sich und uns
bitte unnötigen Terminärger und stellen den Antrag so rechtzeitig wie
möglich.
Wer legt die Leitungsführung
fest?
Den Verlauf der Hausanschlussleitung als Verbindung zwischen der
Versorgungsleitung und Ihrer Trinkwasserhausinstallation
legen die Fachleute des ZV W/A Orla fest, die Ihre Wünsche so weit wie
möglich berücksichtigen werden.
Was gehört alles zur
Trinkwasserhausinstallation?
Die Trinkwasserhausinstallation – auch Kundenanlage genannt –
umfasst alle nach der Übergabestelle
im Anschlussobjekt verlegten Leitungen sowie die eingebauten Geräte bis
zur letzten Entnahmestelle.
Dabei wird als Übergabestelle die Hauptabsperrvorrichtung, also die
erste Absperrvorrichtung auf
dem Grundstück bezeichnet. Ausgenommen hiervon ist nur der
Wasserzähler, der Eigentum
des ZV W/A Orla ist.
Kann die
Trinkwasserhausinstallation in Eigenhilfe erstellt werden?
Nein! Zur Herstellung der Trinkwasserhausinstallation ist von Ihnen
ein Installationsunternehmen zu beauftragen,
dass im Installateurverzeichnis des ZV W/A Orla eingetragen ist. Nur so
ist gewährleistet, dass die
Trinkwasserhausinstallation unter Beachtung der gesetzlichen und
behördlichen
Bestimmungen sowie nach den anerkannten Regeln der Technik (DIN 1988)
hergestellt wird.
Wann steht Trinkwasser im
ganzen Haus zur Verfügung?
Der Vertragsinstallateur ist dem ZV W/A Orla gegenüber
verpflichtet, die Fertigstellung der Trinkwasserhausinstallation
schriftlich anzuzeigen. Nach Eingang dieser Meldung und Montage des
Wasserzählers kann Trinkwasser im
Haus entnommen werden.
Wie steht es mit dem „
Kleingedruckten"?
Die Wasserversorgung regelt sich
in unserem Zweckverband nach den Bestimmungen der
Satzungen,
die im Amts- und Mitteilungsblatt des Landkreises veröffentlicht
wurden. Die Ihren Versorgungsverhältnissen
zugrunde liegenden Satzungen liegen auch im ZV W/A Orla aus und
werden
auf Wunsch auch versandt. Außerdem können diese auf der Homepage des
Verbandes eingesehen werden.
Blei und Trinkwasser
Wie kommt Blei ins Trinkwasser?
Trinkwasser an den Übergabestellen enthält Blei nur in geringen
Konzentrationen, weit unterhalb des Grenzwertes.
In das Trinkwasser kommt Blei vor allem durch Hausinstallationen und
noch vorhandene
Anschlussleitungen aus Blei, ferner durch bleihaltige Löte
(Lötmaterial) und durch verzinkten
Eisenwerkstoff mit nicht normgerechter Verzinkung. In Bleileitungen
überschreitet die Bleikonzentration
den Grenzwert der Trinkwasserverordnung und zwar bei den meisten
Wässern nach sehr kurzer
Verweilzeit (Stagnation von weniger als einer Stunde).
Woran erkennt man
Bleileitungen?
Bleileitungen sind weich, grau gefärbt und meist wulstig verlötet
und häufig in geschwungenen Linien verlegt.
Die Hausinstallation kann auch nur teilweise in Bleirohr ausgeführt
sein. Bei Häusern, die vor 1935
errichtet wurden, muss mit Hausinstallation aus Blei gerechnet werden.
Dies wurde teilweise noch bis
1973 ausgeführt. Auch Hausanschlussleitungen sind örtlich noch in
vielen Fällen aus Blei.
Wie gefährlich ist Blei im
Trinkwasser für die Gesundheit?
Akute Bleivergiftungen sind bei sauren Wässern, insbesondere nach
einer Verweilzeit (Stagnation) des
Wassers in Rohren aus Blei nicht auszuschließen. Ein Gesundheitsrisiko
durch chronische Belastung
besteht regelmäßig in Häusern mit Bleiinstallationen durch die
ständige Aufnahme kleiner Bleimengen.
Ist der Werkstoff Blei für
Trinkwasserleitungen zulässig?
Die Verwendung von Blei ist für Neuinstallationen und für
Änderungen in der Hausinstallation nicht zulässig.
Dies gilt auch für bleihaltige Lote. Bestehende Bleileitungen sollten
baldmöglichst durch Leitungen
aus geeigneten Werkstoffen ersetzt werden.
Wie kann ein Gesundheitsrisiko
verringert werden?
Die sicherste und beste Lösung ist das Auswechseln der Bleirohre in
der Hausinstallation. Auf jeden Fall
sollte im ersten Schritt die Bleileitung vom Übergabepunkt bis zur
Küche so schnell als möglich ausgewechselt
werden. Eine Auswechslung der Hausanschlussleitung aus Blei wird durch
den ZV W/A Orla veranlasst und
durchgeführt. Wasser für die Zubereitung von Speisen und Getränken
sollte grundsätzlich nicht in
Rohren aus Blei gestanden haben. In vielen Fällen genügt es, das
Wasser ablaufen zu lassen. In
einigen Fällen (besonders in großen Mietshäusern mit Bleileitungen
oder überlangen
Hausanschlussleitungen aus Blei) ist diese Maßnahme jedoch nicht
geeignet. Im Zweifelsfall wird
für die Ernährung von Säuglingen und Kindern bis zu 6 Jahren eine
anderweitige Versorgung mit
einwandfreiem Trinkwasser in Abstimmung mit dem zuständigen
Gesundheitsamt empfohlen.
Neue Rechtslage: Ab 1. Januar 2003
trat die neue Trinkwasserverordnung in Kraft. Danach wird der
zulässige
Höchstwert für Blei im Trinkwasser zum 1. Dezember 2003 und in einem
weiteren Schritt zum 1.
Dezember 2013 deutlich gesenkt. Ziel ist es, die Verbraucher besser vor
einer gesundheitsschädlichen
Aufnahme von Blei mit dem Trinkwasser zu schützen.
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